Pressemitteilung

Im Untergrund

  • 01.05.2017

„Für das, was hier in dem Kanal neben ihnen vorbeifließt, spielt die Konfession keine Rolle“, sagte Ralf Bröcker von den Kölner Stadtentwässerungsbetrieben zur Begrüßung der Gäste. Und so feierten die Studierenden in der Kanalisation einen der 95 Gottesdienste an ungewöhnlichen Orten, zu denen die Evangelische Kirche im Rheinland anlässlich des 500. Reformationsjubiläums aufgerufen hatte.

„Gott im Untergrund – Was haben Abfall, Unrat, Kot und Gestank mit der biblischen Botschaft zu tun?“ war das Thema des Kölner Gottesdienstes. Zu den Studierenden hatten sich auch der Kölner Stadtsuperintendent Rolf Domning und der Superintendent des Kirchenkreises Köln-Nord, Markus Zimmermann gesellt.

Erster Gottesdienst an diesem Ort

Der Pfarrer der Evangelischen Studierendengemeinde Bonn, Michael Pues, leitete den Gottesdienst ein: „Dies ist das erste Mal, dass hier ein Gottesdienst stattfindet“, betonte er. Anstelle einer Predigt gab es meditative Betrachtungen geben.

Pues erinnerte vor einer Steintafel mit den Namen der Verantwortlichen für den Bau am Ende des 19. Jahrhunderts an diejenigen, „die tagtäglich mit ihren Händen und Energien für andere in den Untergrund gegangen sind, um dies hier für andere zu bauen“. Vielen Menschen sei nicht bewusst, dass viele andere täglich arbeiteten, damit alle zusammen in der Stadt leben könnten.